VEGAN BLOG – MEIN LEBEN ALS VEGANER

HI LEUTE, HIER IST AMY!

Ich bin seit Januar 2018 ein Teil der The Body Shop-Familie und nach zwei Jahren als Vegetarier habe ich mich im April entschieden, den Sprung zu wagen und mich komplett pflanzlich zu ernähren. Das Leben als Veganer ist, gelinde gesagt, anders. Ich werde oft gefragt, wie ich es hinkriege, was ich esse, in welchen Geschäften ich einkaufe usw. Vielleicht fragt Ihr auch, warum? Bin ich verrückt, Käse aufzugeben?! Daher werde ich Euch einen Einblick geben, was es bedeutet, Veganer zu sein. Viel Spaß!

17. JANUAR 2019

VEGANER WERDEN: WAS ICH GERNE VORHER GEWUSST HÄTTE

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1. Viele bekannte Marken bieten Produkte an, die „aus Versehen“ vegan sind

Vegan zu sein bedeutet nicht automatisch, nur essen zu können, was speziell für uns gemacht ist. Glaubt mir, die Erkenntnis, dass ich viele heiß geliebte Snacks nicht aufgeben muss, war ein unvergleichbares Gefühl. Mit einer schnellen Google-Suche werdet Ihr listenweise Produkte finden, die Ihr auch weiterhin essen könnt. Hurra!

2. Hafermilch ist wohl der beste Milchersatz auf dem Markt

Nach mehr als zwei Jahren ohne Kuhmilch kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich so ziemlich jeden Ersatz ausprobiert habe. Nach Soja, Cashew, Kokos und mehr habe ich meine Entscheidung getroffen. Hafermilch ist mein absoluter Liebling aufgrund ihres milden Geschmacks und ihrer Cremigkeit.

3. Alkohol ist oft nicht vegan …

Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich gemerkt habe, dass Wein, Bier und sogar Cocktails oft leider nicht vegan sind. Der Grund sind oft nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Braumethoden und Destillationsverfahren. Mehr und mehr Hersteller haben angefangen, veganen Alkohol zu kennzeichnen. Um herauszufinden, ob Eure Lieblingsweine vegan sind, könnt Ihr sie auf der Webseite „Der Weinsnob“ suchen (und die Daumen drücken, dass Ihr sie findet).

4. Ihr müsst Eure Lederstiefel nicht wegschmeißen

Die Menschen in meiner Umgebung (auch Nicht-Veganer) lieben es anzudeuten, dass ich mich der Sache nicht ausreichend widme, weil ich noch Leder und Seide trage. Die Kleidungsstücke, um die es geht, besitze ich bereits seit vielen Jahren und einige davon habe ich in Secondhandläden gekauft. Meiner Meinung nach ist es verschwenderisch, Kleidung loszuwerden, die noch in Ordnung ist. Ich weiß, dass es vielleicht cool aussieht, aus Protest alle tierischen Produkte zu verbrennen und zum Anarchisten zu werden. Im Jahr 2019 ist es aber wirklich nicht notwendig, noch mehr Abfall zu produzieren. Solange Ihr Euch in Zukunft von der Industrie distanziert, könnt Ihr alles tragen, worin Ihr Euch wohlfühlt.

5. Vielfalt ist Euer neuer bester Freund

Um die Essenszeit fällt es vielen schwer zu entscheiden, was sie essen möchten. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, trifft dies besonders auf Veganer zu. Selbst, wenn es großartigen Fleischersatz und jede Menge Nudelgerichte für uns gibt, ist es wichtig, aufgeschlossen zu sein und Neues auszuprobieren. Veganismus kann ein aufregendes kulinarisches Erlebnis sein – Ihr müsst Euch bloß auf das Abenteuer einlassen



28. DEZEMBER 2018

VEGANE EINSTEIGER, KEINE SORGE!

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WAS AUF EUCH ZUKOMMT, WENN IHR EUCH DIESES JAHR VEGAN ERNÄHREN MÖCHTET


Es ist bereits Februar und Ihr habt Euch an Silvester vorgenommen, Veganer zu werden. Diese Entscheidung fiel Euch sicher nicht leicht, Ihr seid aber noch entschlossen. Trotzdem stellt Ihr Euch die Fragen: Wie soll ich für den Rest meines Lebens ohne Sonntagsbraten auskommen, besonders in der kalten Jahreszeit? Was kann ich essen, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin? Wie soll ich bloß ohne Käse auskommen? Keine Sorge! Als erfahrener Veganer kann ich Euch die eine oder andere Weisheit vermitteln, um Euch auf die folgenden Monate vorzubereiten.

Ihr werdet Käse vermissen. Der Verzicht auf Käse war für mich besonders schwer – sogar schwerer, als auf Schokolade, Eiscreme und pochierte Eier zu verzichten. Die anfängliche Trauer lässt aber mit der Zeit nach und es ist wichtig, Euer Ziel im Auge zu behalten. Bereitet Euch seelisch auf die Umstellung vor, lasst Euch Zeit und verzichtet nach und nach auf mehr Produkte, anstatt alles auf einmal aufzugeben. So ist es auch wahrscheinlicher, dass Ihr Eure Ernährung langfristig umstellt.

Der folgende Rat ist sehr wichtig. Es geht um die Menschen in Eurem Umfeld. Ihr denkt vermutlich, dass Euch vegan zu ernähren eine Entscheidung ist, die Ihr für Euch selbst treffen müsst und die niemanden etwas angeht. Dann werdet Ihr wahrscheinlich von den Reaktionen Eurer Freunde und Familienmitglieder überrascht sein. Oft wird sich eingemischt, ohne viel über Veganismus zu wissen. Vegan ist ein Modewort und im Moment sehr im Trend und so hat jeder eine Meinung dazu.

Nehmt die Kommentare nicht ernst und lasst Euch nicht einschüchtern. Dieser Schritt ist und bleibt Eure Entscheidung und ist den Einsatz wert. Bereitet Euch darauf vor, wie Ihr das Thema im Gespräch angeht. Es ist kein Geheimnis, dass Veganer einen schlechten Ruf haben, weil sie ihre Ansichten gerne teilen. Dies ist auf einen leidenschaftlichen, wenn auch manchmal frustrierten Glauben an die Sache zurückzuführen. Im Sinne aller anderen Veganer ist es aber am besten, Eure Lebensentscheidungen weniger hitzig zu diskutieren. Lasst Euch auf Gespräche ein mit Menschen, die aufgeschlossener sind.

Denkt dran: Diese Entscheidung trefft Ihr für Euch selbst, ob Ihr Euch langfristig vegan ernähren oder den Lebensstil für eine Weile ausprobieren möchtet. Vorbereitung ist alles und ich bin sicher, dass vielen von Euch die oben genannten Ratschläge nach einer Weile als Pflanzenfresser bekannt vorkommen werden.

Viel Glück und bleibt stark!